Homberg, 15.10.2017
VfB Homberg - 1. FC Bocholt 2:1 (1:0)

Klasse: Mit einem hochverdienten 2:1-Heimsieg gegen den 1. FC Bocholt hat der VfB Homberg die Plazierung im oberen Tabellendrittel gefestigt und nach einem knappen Drittel der Saison bereits die Hälfte der ominösen 40 Zähler, die zum Klassenerhalt reichen müßten, gesammelt. Abgesehen vom unglücklichen Pokalaus in Scherpenberg kann man am Rheindeich durchaus von einem "goldenen Oktober" sprechen, drei Oberliga-Spiele in Folge wurden gewonnen. Die Gelb-Schwarzen präsentierten sich nach den 120 schweren Pokalminuten vom Mittwoch glänzend, Einsatz-, Lauf- und Spielfreude, Zweikampfstärke und konsequente Abwehrarbeit waren die Basis für den Erfolg. Daß man es unnötig spannend machte, weil immer wieder gute Torgelegenheiten ausgelassen wurden, war am Ende unbedeutend - die VfB-Fans verließen zufrieden das PCC-Stadion.


Fußballidylle pur: Das PCC-Stadion im Oktober 2017
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Bei herrlichem Spätsommerwetter mußte Trainer Stefan Janßen die Startaufstellung vom Auswärtssieg in Monheim ändern, Patrick Dertwinkel war nicht einsatzfähig. So rückte Thorsten Kogel neben Metin Kücükarslan auf die Sechserposition, Colin Schmitt verteidigte innen neben Julian Dusy. Außerdem löste Justin Bock Nico Kuipers auf der linken Seite des Mittelfelds ab. Schon in der ersten Minute tauchte Dennis Wibbe frei vor dem Gästetor auf, der Ball wurde zur Ecke gerettet. Neun Minuten später rettete Wibbe nach einem Bocholter Konter am eigenen Fünfmeterraum, wie auch Julien Rybacki spulte der "Wirbelwind" über 90 Minuten ein geradezu unfaßbares Laufpensum ab. Philipp Gutkowski klärte einen Freistoß von Emre Kilav glänzend zur Ecke, wenig später drang der gut aufgelegte Justin Walker energisch in den Bocholter Strafraum ein und wurde umgestoßen. Den fälligen Strafstoß schoß Ferdi Acar wuchtig und hoch ins rechte Eck - den hätte kein Keeper der Welt pariert. Nach Vorarbeit von Jonas Haub hätte Acar kurz darauf nachlegen können, er traf den Ball aber nicht richtig. Dann faßte sich Bocholts Philipp Goris ein Herz und startete einen Sololauf, doch Julian Dusy war in letzter Sekunde zur Stelle und beförderte den Ball ins Toraus. Vor dem Tor des guten Keepers Maurice Schumacher war mehr los, angetrieben von den Sechsern Thorsten Kogel und Metin Kücükarslan wurde es immer wieder gefährlich. Leider war die Chancenverwertung einmal mehr suboptimal... Vor allem Julien Rybacki klebte das Schußpech an den Füßen, dabei hätte der aus Velbert gekommene Angreifer seinen vierten Saisontreffer längst verdient.

Nach dem Wiederanpfiff ging es ähnlich weiter und die Homberger Fans sehnten das immer wieder mögliche 2:0 herbei. Doch es wollte nicht fallen und nach einer guten Stunde gaben diei Gäste ein Lebenszeichen ab, das um Haaresbreite zum Ausgleich geführt hätte - der Kopfball von Niklas Möllmann flog knapp über die Latte. Dann setzte Julien Rybacki den auf links wie eine Rakete abgehenden Justin Bock ein, der nach innen zog, Keeper Schumacher ausspielte und zum 2:0 traf - die Partie schien entschieden. Als dann Rybacki nach Hammeranspiel von Dennis Wibbe aus der eigenen Hälfte startend zu einem grandiosen Sprint ansetzte, der im Bocholter Strafraum endete, hätte das 3:0 fallen müssen - der Ball aber landete im Toraus. Im Gegenzug nutzte Philipp Goris eine der wenigen Abwehrschwächen der Gastgeber zum Anschlußtreffer, nicht nur dem Autor dieser Zeilen schwante Böses. Der eingewechselte André Bugla hatte die Gelegenheit zum 2:2, schoß aber bedrängt von Colin Schmitt über das Tor. Philipp Gutkowski fischte einen Schuß von Christian Gurny aus dem linken unteren Eck und verhinderte so den unverdienten Ausgleich. Julien Rybacki und Valdet Totaj hätten das Ergebnis ausbauen können, am Ende freute man sich gemeinsam über den 2:1-Sieg.

Weiter geht es für den VfB Homberg in einer Woche auswärts beim VfB Hilden.

VfB Homberg: Gutkowski - Haub, Dusy, Schmitt, Walker - Kogel (85. Welky), M.Kücükarslan - Wibbe, Acar (71. Kuipers), Bock (86. Totaj) - Rybacki

Tore: 1:0 (15. / FE) Acar, 2:0 (76.) Bock, 2:1 (78.) Goris

Schiedsrichter: Tim Pelzer (Tönisvorst)

Zuschauer: 485

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PjG (418 )
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