Homberg, 10.05.2018
ETB Schwarz-Weiß - VfB Homberg 1:3 (0:2)

Der an dieser Stelle üblicherweise Berichte zur ersten Mannschaft abliefernde Autor übernimmt heute ausnahmsweise den Text seines Kumpels, mit dem er als Uhltras das eine oder andere sportliche Geschehen protokolliert. Daß der Kumpel aus Sicht des heutigen Gegners schreibt, möge man bitte nachsehen... Außerdem ist das sowieso völlig uninteressant.

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Es wird zäh.

Die Erfolgsserie des VfB Homberg geht weiter: Durch den 3:1-Sieg im Nachholspiel beim ETB Schwarz-Weiß ist die Mannschaft von Trainer Stefan Janßen nun schon seit zwölf Spielen ungeschlagen. Der Rückstand auf Tabellenführer Spvg. Schonnebeck beträgt nur noch vier Zähler - und die Schwalben müssen noch ins PCC-Stadion.

Schwarz-Weiß stand den Homberger Meisterschaftsambitionen am Himmelfahrtstag nicht unnötig im Wege. Geschwächt durch die Gelbsperren der Tomasello-Brüder und die Verletzungen von Malek Fakhro, Max Güll, Sebastian Michalsky und Bünyamin Sahin stellte sich die ETB-Elf beinahe von alleine auf. Überraschend war allerdings die Verwendung von Kenson Götze als zweiter Stürmer neben Marvin Ellmann. Hier hätte man sich gewünscht, dass Sedat Disci endlich einmal einen Einsatz bekommen hätte. Die behelfsmäßige Abwehrreihe des ETB sah derweil gegen die über die Außenpositionen auftrumpfenden Gäste oft schlecht aus und war mit dem 0:2-Halbzeitstand mehr als gut bedient.

Bereits in der dritten Minute entstand eine Gefahrensituation, als Rechtsaußen Julien Rybacki einen hohen Ball auf Metin Kücükarslan zirkelte; Danny Walkenbach störte entscheidend. Wenig später eine gute Szene für die Schwarz-Weißen: Kohei Yokozawa bediente Athanasios Tsourakis mit einem Trickpass, doch der griechische Ex-Profi lupfte über das Homberger Tor. Die nächste VfB-Chance leitete Justin Walker mit einem Freistoß ein: Marvin Ellmann trat im eigenen Sechzehnmeterraum über den Ball, in der Folge verschätzte sich Torwart Johannes Focher, sodass Metin Kücükarslan am langen Pfosten nur noch einzuschieben brauchte, sich dabei aber verhaspelte. Ebenfalls aussichtsreich kam auf der anderen Seite Kenson Götze per Kopf an eine Ellmann-Flanke. Ganz ähnlich bediente im Gegenzug Julien Rybacki seine hängende Spitze Dennis Wibbe - mit dem Unterschied, dass Wibbe den Ball im Tor unterbrachte. Mit diesem Treffer schlug das Pendel nun klar in Richtung des VfB Homberg aus. Julien Rybacki verpasste nach einem Beinahe-Eigentor Eren Canpolats das sofortige 0:2; Pascal Dertwinkel köpfte eine Walker-Ecke ins Aus. Dann sah sich Ribene Ngwanguata bei einem Konter gleich drei Hombergern gegenüber, von denen Danny Rankl locker-leicht die Führung ausbaute. Kurz vor der Pause kreuzte Dennis Wibbe nach einem Fehlpass Kohei Yokozawas frei vor Johannes Focher auf, versuchte einen Heber, doch der Torwart brachte noch seine Fingerspitzen an den Ball. Für den ETB hatte nur Ömer Erdogan noch eine nennenswerte (Doppel-)Chance, die Philipp Gutkowski standsicher vereitelte.

Besser zurecht kamen die Schwarz-Weißen nach dem Seitenwechsel, als sie dem VfB Homberg in einem versandenden Spiel nur noch zwei gute Abschlüsse zugestanden. Patrick Dertwinkel schoss aus 20 Metern über das Tor (49.´); Danny Rankl nahm eine Flanke über das halbe Spielfeld direkt ab und sorgte mit seinem 0:3 für die Entscheidung. Nachdem Jonas Haub einen Kopfball Eren Canpolats von der Homberger Torlinie gekratzt hatte (60.´), gelang schließlich Kevin Kehrmann mit viel Gefühl der Ehrentreffer für den ETB.

Wirklich freuen wollte sich über dieses Tor kaum einer der 200 Zuschauer, die schon zuvor weitgehend auf Szenenapplaus verzichtet hatten. Die bereits bei TuRU Düsseldorf spürbare Lethargie auf beiden Seiten der Bande greift also weiter um sich, sodass die Endphase der Saison zunehmend zäh wird für die Essener. Letzte Motivation könnte es sein, Marvin Ellmann sein 30. Saisontor zu ermöglichen; vor allem am Sonntag bei seinem Ex-Club Germania Ratingen wäre die Gelegenheit ideal. Der Blog ringt noch mit sich, was diese Fahrt angeht.

ETB: Focher - Ngwanguata, Fechner, Canpolat, Walkenbach - Yokozawa (46.´ Oh), Kehrmann, Erdogan, Tsourakis - Ellmann, Götze (72.´ Peterburs).

VfB: Gutkowski - Haub, Schmitt, Koenders, Manca - Dertwinkel, M. Kücükarslan (72.´ Acar) - Rybacki (75.´ Totaj), Wibbe, Walker (85.´ T. Kücükarslan) - Rankl.

Tore: 0:1 (21.´) Wibbe, 0:2 (38.´) Rankl/ 0:3 (69.´) Rankl, 1:3 (84.´) Kehrmann.

Schiedsrichter: Marco Lechtenberg (SV Blau-Weiß Meer)

Zuschauer: 200

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Und hier noch ergänzende Worte aus Homberger Sicht:

Ein bärenstarker VfB Homberg ließ heute dem stärksten Heimteam der Oberliga Niederrhein, dem ETB Schwarz-Weiß Essen, in dessen altehrwürdigen Stadion Uhlenkrug nicht den Hauch einer Chance und siegte am Ende hochverdient mit 3:1 (2:0). Trainer Stefan Janßen, der die Startaufstellung gegenüber der 3:0-Gala gegen den SV 19 Straelen unverändert ließ, konnte sich zusammen mit den in erfreulicher Zahl angereisten VfB-Fans über drei wunderschön herausgespielte Tore freuen und auch über "jede Menge" liegengelassener Möglichkeiten ärgern. Die Gelb-Schwarzen rücken damit auf vier Punkte an Spitzenreiter SpVg. Schonnebeck heran und dürfen ihren Traum von der Regionalliga weiterträumen. Auch wenn die heutigen Gastgeber auf Grund von Sperren und Verletzungen personell geschwächt an den Start gingen, verdient die Leistung der Homberger - spielerisch, läuferisch, kämpferisch - höchsten Respekt. Daß es nicht - wie vereinzelt zu hören war - über 90 Minuten Vollgasfußball Richtung ETB-Tor gab, war kein Grund zur Kritik. Schließlich geht es für das Team um den - leider verletzten - Kapitän Julian Dusy schon am Sonntag auswärts beim VfB Speldorf weiter.

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PjG (421 )
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